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Über die Krise der Automobilindustrie hinaus: die Wissenschaft der Zahlen der Supply Chain

Die Automobilindustrie ist sich ihrer Herausforderungen wohl bewusst. Die traditionellen Akteure, angefangen bei den Lieferanten bis hin zu den Herstellern und Händlern, arbeiten an neuen, alternativen und transparenten Lösungen, um die gegenwärtig bestehende globale Revolution zu bewältigen.

Die Globalisierung des Automobilmarkts und eine stetig steigende Nachfrage haben zu einer Wende von einem nationalen Unternehmenssystem hin zu einer integrierten globalen Realität geführt. Insbesondere die Automobilzulieferindustrie ist eine der innovativsten Branchen weltweit. Und genau in dieser Branche sind die Anforderungen an die Beschaffung und Logistik ganz besonders vielschichtig. Tatsächlich ist in dieser Branche mehr als in anderen Branchen jede Stunde wichtig, um Produktionsstillstände zu vermeiden. Jede Beschaffung und alle Prozesse müssen transparent und fehlerfrei durchgeführt werden. Es handelt sich um eine dynamische und fortschrittliche Branche, in der Innovation auf der Tagesordnung steht. Das Ziel der Produktionslogistik besteht darin, einen optimalen und regulären Fluss von Materialien vom Rohstofflager bis hin zur Produktionsstätte zu gewährleisten. Eine der härtesten Herausforderungen ist es zu versuchen, die Muster der Nachfrage zu verstehen und vorherzusagen, wie man effizient auf Nachfrageveränderungen reagiert. Darüber hinaus muss berücksichtigt werden, dass es einige Teile gibt, für die eine sehr geringe Nachfrage besteht und die dazu neigen, teuer und nicht unmittelbar verfügbar zu sein, sodass sie sehr schwer zu verwalten sind und einen aus Sicht des Bestands hohen Investitionsbedarf verzeichnen.

Die Probleme des Beschaffungsprozesses wurden im Jahr 2020 noch stärker verdeutlicht. In der Automobilindustrie gab es nicht nur ein Problem im Zusammenhang mit dem Rückgang der Verkäufe, sondern auch ein strukturelles Problem im Zusammenhang mit den tiefgreifenden Folgen aus Sicht der Neuplanung der Produktion. So haben einige Werke die Produktion von elektronischen Teilen geändert, vorübergehend neu ausgerichtet, die Herstellung von Halbleitern und Chips umprogrammiert und auf Komponenten für Laptops, Tablets und Smartphones gesetzt, um der aktuellen Nachfrage des Marktes nachzukommen. Nachdem der Automobilmarkt wieder in Schwung kam, begann für die Hersteller die Neuverteilung der Aufträge, wobei sie jedoch einer sehr komplexen Situation gegenüberstanden, da die Zulieferer nicht mehr in der Lage waren, den Bestellungen innerhalb der vorgesehenen Fristen nachzukommen. Dies war ein großes Problem, das ganze Produktionsketten von verschiedenen Unternehmen blockierte.

Der Fokus eines Automobilunternehmens muss sich auf die Kompetenz richten, die in Besitz befindlichen Daten zu lesen: Die Beschaffungszeiten der Zulieferer müssen transparent ausgelegt werden. So besteht in Zeiten der „Revolution“ die größte Notwendigkeit darin, rasch auf Veränderungen entlang der gesamten Kette reagieren zu können. Eine zuverlässige Prognose steht immer direkt proportional zur Menge und zur Qualität der verwendeten Daten. Durch eine genaue Vorhersage der Materialnachfrage kann der Produktions- und Beschaffungsprozess korrekt geplant werden, indem die strategischen Make-or-Buy-Entscheidungen unterstützt oder verschiedene Arten von Zulieferern analysiert werden.

Die Implementierung von GIB Suite in die SAP-Systeme ermöglicht eine korrekte Steuerung des Informationsflusses entlang der gesamten Supply Chain, um Ineffizienzen aufgrund fehlender Koordination oder der Unfähigkeit, mit Bestandsänderungen umzugehen, zu beheben. Der Ansatz liegt in einer Kombination von Methoden, die von der herkömmlichen Prognose auf der Grundlage von historischen Zeitreihen bis hin zum maschinellen Lernen der kritischen Punkte in Echtzeit reichen. Mit diesem Ansatz können sehr genaue und gleichzeitig sehr zuverlässige Prognosen getroffen werden, die sowohl für die kurzfristige als auch für die langfristige Planung zweckdienlich sind.

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