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SAP S/4HANA: On-Premises vs. Cloud

By: Lena Schneider und Stefan Theis

Auch wenn ein Großteil der GIB-Kunden weiterhin in der klassischen On-Premises-Welt unterwegs ist, kommt das Thema Cloud mehr und mehr auf. Aber worin differenzieren sich Cloud und On-Premises-System eigentlich? Wie viele SAP S/4HANA-Cloud-Modelle gibt es? Und ist es in jeder Version möglich, die GIB-Lösungen zu nutzen? All das wird in der dreiteiligen Blogreihe „Licht im Dunkeln der Cloud“ näher durchleuchtet. Der Fokus des ersten Teils liegt dabei darauf, Unterschiede zwischen der klassischen On-Premises-IT und der Cloud aufzuzeigen.

Cloud oder nicht Cloud – das ist eine der zentralen Fragen, die auch in Bezug auf das SAP S/4HANA-System immer häufiger fällt. Bei entsprechenden Recherchen im Internet stößt man oftmals auf Tabellen wie die nachfolgende, die erste wichtige Erkenntnisse hinsichtlich der Unterschiede von On-Premises-System und Cloud liefern.

Die Tabelle zeigt sämtliche Komponenten, die benötigt werden, um ein SAP S/4HANA-System zu betreiben. Jede Spalte beginnt mit dem Rechenzentrum, in dem die Infrastruktur verbaut ist. Danach geht es weiter zur Hardware, also zu den Servern, die die Rechen- und Speicherkapazitäten bereitstellen. Im Anschluss daran führt der Weg in den Softwarebereich; angefangen bei den virtualisierten Servern über das Betriebssystem und die Datenbanksoftware bis hin zur Applikation (S/4HANA). Als Applikation kann dabei alles bezeichnet werden, das sich aufrufen lässt. Dazu zählen etwa die SAP-Reports, Transaktionen oder FIORI-Applikationen, aber auch kundenindividuelle Z-Entwicklungen. Abgeschlossen wird jede Spalte mit dem Bereich Daten. Darunter fällt der gesamte Content der Datenbank wie Stamm- und Maschinendaten, Belege und Stücklisten.

In der linken Spalte befindet man sich in der klassischen On-Premises-IT, in der alle Komponenten lokal vor Ort im Rechenzentrum betrieben werden. Im S/4HANA-Umfeld wird an dieser Stelle auch von den Kauflizenzen gesprochen. Je weiter man nach rechts wandert, desto eher begibt man sich in Richtung Cloud. Dabei werden immer mehr Elemente abgegeben und von Cloud Computing-Anbietern bereitgestellt. Die Stufe Software as a Service (SaaS) ist aus Anwendersicht schließlich die Endausbaustufe der Cloud, in der einem nur noch die eigenen Daten gehören. Hier ist die Rede von Mietlizenzen.

 

Wo fängt Cloud an und wo hört sie auf?

Die Cloud ist keine Erfindung, die plötzlich da war, sondern eine technologische Weiterentwicklung. Wenn man nicht gerade tief in die Technik einsteigen möchte, ist es daher schwierig, zu klassifizieren, ob es sich noch um eine klassische Infrastruktur oder bereits um eine Cloud-Infrastruktur handelt. Die eben genannte Miete kann ein erstes Indiz sein.

Im Cloud-Umfeld taucht in dem Zusammenhang häufig der Begriff „as a Service“ auf, der stellvertretend dafür steht, dass ein Dienst lediglich konsumiert wird. Das davor gestellte Wort gibt letztendlich an, bis zu welcher Ebene der Tabelle dies erfolgt.

- Infrastructure as a Service: Konsumieren einer Infrastrukturumgebung

- Platform as a Service: Konsumieren der Laufzeitumgebung für Eigenentwicklungen

- Software as a Service: Konsumieren aller Komponenten unterhalb der eigenen Daten

Die Miete alleine ist allerdings nicht ausschlaggebend für Cloud Computing. Ein weiteres signifikantes Schlagwort ist die Skalierung, also die Erweiterung der zur Verfügung stehenden Rechenleistung. Den Begriff Skalierung kennt man bereits aus dem klassischen R3-Umfeld, wenn es darum geht, durch den Aufbau mehrerer Applikationsserver eine Lastverteilung für die Anfragen der Anwender in Richtung Datenbank durchzuführen. Skalierung im Cloud-Umfeld meint aber nicht den Aufbau von 5 bis 20 Applikationsservern, sondern einen Verbund aus verschiedenen Rechnern, bestehend aus 1000 oder mehr Servern. Nicht umsonst heißen die Cloud Computing-Anbieter daher auch Hyperscaler.

Daraus ergibt sich der Vorteil, dass man – abhängig vom aktuellen Bedarf – On-Demand unbegrenzte Kapazität erhält. Andererseits ist es im Cloud-Kontext erforderlich, sich vom Besitzdenken zu lösen. Es lässt sich nicht mehr sagen: „Dieser eine Server gehört mir“. Stattdessen werden die konsumierten Komponenten mit anderen Kunden gemeinsam genutzt.

Doch das sind längst nicht alle Vor- und Nachteile, die der Gang in die Cloud mit sich bringt. Mehr dazu erfahren Sie im zweiten Teil der Blogreihe.

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